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Immer wieder aufs Neue wollen wir widerstehen, doch sie hat uns einfach fest im Griff. Die Rede ist von der außergewöhnlich anziehenden OPTI Sucht. Diese tritt zu Beginn eines jeden Jahres bei uns in Erscheinung. Sie sorgt dafür, dass es uns mindestens einen Tag lang nach München verschlägt, um dort mit Haut und Haaren ins Optik Wunderland einzutauchen.

OPTI – Optik Phantastisch Toll Inszeniert

Wenn das Messegelände in München von auffällig vielen Brillenträgern besucht wird, dann ist höchstwahrscheinlich OPTI Zeit. Auch wir folgen von Jahr zu Jahr dem Ruf dieser internationalen Optik Fachmesse. Dieser sorgt dafür, dass wir Nordlichter uns dann für einen Tag auf den Weg in den Süden Deutschlands machen. Zwar nehmen wir uns jedes Jahr erneut vor, mit unserem Besuch auf dieser Messe einmal auszusetzen, doch die OPTI Sucht gewinnt dann doch. Die Neugier auf spannende Neuheiten treibt uns immer wieder hin. Zudem quält uns auch ein wenig die Sorge, bei nicht erscheinen tolle und spannende Dinge zu verpassen. Da beruhigt es unser Gewissen schon sehr, dass wir anscheinend nicht alleine sind mit der OPTI Sucht. So hören wir immer wieder von anderen Kollegen, dass sie auch mal aussetzen wollen, um sie dann doch vor Ort anzutreffen. Dementsprechend gut gefüllt mit Besuchern sind die Messehallen in München auch immer.

Alles was mit der Optik in Zusammenhang gebracht werden kann, versucht an diesen Tagen anwesend zu sein. So tummeln sich Fassungs- und Glashersteller, Kontaktlinsen Produzenten, Hersteller von optischen Geräten und viele andere Aussteller in den Messehallen. Sie alle wollen diese Möglichkeit für sich nutzen, ihre Produkte eindrucksvoll auf der OPTI zu präsentieren. Vom Startup bis hin zum Primus des jeweiligen Produktspektrums ist alles anzutreffen. Zudem ist die Bandbreite der Aussteller durch den internationalen Charakter der Messe sehr groß.

Oh wie es duftet und wummert

In unserem ersten Jahr auf der OPTI waren wir teilweise völlig überfordert mit den auf uns einströmenden Reizen. Wie auf vielen anderen Messen auch, hat jeder Anbieter seine eigenen Ideen und Strategien, um auf sich aufmerksam machen zu wollen. So duftet es an vielen Ecken verführerisch nach etwas zu Essen, zum Beispiel nach leckeren Waffeln. Je nach eigenem Hungergefühl sorgt die Nase dafür, den Stand aufzuspühren der diesen Duft verströmen lässt. So verwandelt sich die Nase zu einer zielsicheren Wünschelrute für Essen. Diese Rute hat ständig etwas das sie suchen kann, denn das Angebot an leckeren Dingen ist fast wie im Schlaraffenland. Von Hot Dogs, Currywurst, Puffertjes bis hin zu kleinen edlen Happen und Popcorn ist alles vertreten.

Die wummernden Bässe die einen anschließend treffen, helfen oft dabei das drohende Suppenkoma aufzuhalten. Diese Unterstützung hat man einem DJ zu verdanken, der mit seiner Performance die Besucher zu sich locken möchte. Meistens in erhöhter Position toll in Szene gesetzt, hat er einen guten Überblick über die mehr oder weniger feierwilligen Messebesucher. Schließt man nun für einen Moment seine Augen und blendet so das Treiben auf den Gängen und Ständen aus, könnte man auch gerade ganz woanders sein. Dann fühlt es sich sehr danach an, dass man an einem Samstagabend in einem angesagten Club ist. Hat man vielleicht noch dem einen oder anderen leicht prozentigen Getränkeangebot zugestimmt, ist das Club Feeling auch endgültig perfekt.

Wenn die Kreativität ihre Freiheit genießt

Wie es sich auf einer Messe gehört, sind die unzähligen Stände meistens aufwendig und beeindruckend gestaltet. Vom edel hergerichteten Container mit Relax-Area auf der Oberseite, einigen chilligen Beach Lounges bis hin zum schrillen Independent Store, wurde der Kreativität freien Lauf gelassen. Diese Abwechslung sorgt dafür, dass die Augen manchmal gar nicht mehr wissen wo sie als erstes hinschauen sollen. Die oft wunderschönen Dekorationen und spannenden Lichtinstallationen sorgen dafür, dass das angebotene Produkt auch wirklich gut zur Geltung kommt. Es ist auch sehr spannend zu sehen, wie sich der Stand des einen oder anderen Ausstellers von Jahr zu Jahr verändert. Oft hängt die Veränderung mit dem geänderten Image des Ausstellers oder der Neuausrichtung des Produkts zusammen.

Bei dem Erscheinungsbild der Standmitarbeiter ist vom abgestimmten Einheitsgruppenlook bis hin zum einzigartigen Paradiesvogel Outfit alles vorhanden. Wobei man fairererweise hinzufügen muss, dass für uns Nordlichter der Weg zum Paradiesvogel schon recht kurz ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist die getroffene Auswahl der Brille die auf der Nase getragen werden. So hanseatisch zurückhaltend die Auswahl unserer Brillen im Norden meistens ist, um so spannender und beeindruckender ist die Auswahl der Brillen im Süden. Hier dominieren viel stärker Brillen mit aussergewöhnlichen Farben und Formen.

Wenn man so wie wir seine eigene Geschäftslinie bzw. Identität gefunden hat, ist die OPTI sehr hilfreich und wertvoll. Schließlich bietet diese Fachmesse die Möglichkeit viele interessante Produkte zu entdecken. Zudem lässt sich die Qualität gleich vor Ort begutachten und man bekommt direkt ein Gefühl dafür, ob das Produkt zu einem passt oder nicht. Des weiteren bietet sich die Chance, sich über die neusten Trends zu informieren und sein Wissen über Fachvorträge zu erweitern.

Mit einem Plan gegen die Verführung

Bei diesen ganzen Eindrücken, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir für unseren ersten OPTI Besuch ganze drei Tage benötigt haben. Selbst nach dieser langen Zeit wurden wir das Gefühl nicht los, nicht alles Sehenswerte dieses Optik Wunderlandes entdeckt zu haben. Die Erfahrungen aus unserem ersten Besuch sorgen seitdem dafür, dass wir immer recht gut vorbereitet die Reise nach München antreten. Einige Tage vor dem Messebesuch drucken wir uns die Hallenpläne aus und sondieren die anwesenden Stände und Themen. Stehen unsere Favoriten fest, überlegen uns noch einen Laufplan um auch alles abarbeiten zu können. Natürlich liegt unser Fokus auf den angebotenen Produkten mit deutschsprachigen und skandinavischen Hintergrund. Dementsprechend informieren wir uns, was es aus dieser Richtung neues gibt und welche dieser Produkte für uns sehr interessant erscheinen.

Am Gloryfy Stand bi der OPTI 2017
Wenn ein deutschsprachiges oder skandinavisches Produkt angeboten wird, statten wir Brillenfreunde diesem meistens ein Besuch ab, so auch bei Gloryfy aus Österreich.

Dieser Plan hilft uns der Reizüberflutung des OPTI Wunderlands zu trotzen und uns auf das wirklich wichtige zu konzentrieren. Schließlich wollen wir mit unserem Besuch auf dieser Messe tolle neue Produkte für unser Geschäft finden. Oft sind es auch gerade die unauffälligeren und zurückhaltenden Stände, die Produkte anzubieten haben, für deren Entdeckung wir zu der OPTI gekommen sind. Ohne unsere vorherige Recherche und der damit zusammenhängenden direkten Suche, würden einige dieser Stände für uns sehr wahrscheinlich unentdeckt bleiben. Schließlich ist es nun einmal in der Natur und im Leben oft so, dass es einen meistens zum auffälligen und anlockenden zieht.

Das Zeitfenster von knapp 10 Stunden setzt einen manchmal auch ganz schön unter Druck. Denn um für alles angedachte Zeit zu haben, muss man mit dieser wirklich sehr gut wirtschaften. Versackt man auf dem einen oder anderen Stand, bringt einen das zum Besuchsende sehr oft in Zeitnot. Auf der OPT gilt es nicht nur zu Entdecken, sondern auch das eine oder andere bekannte Gesicht kurz zu Besuchen und einen kurzen Plausch zu halten. Verständlicherweise wird die Anzahl dieser kurzen Plausch-Besuche mit den Jahren auch immer größer.

Das Speed-Dating mit der Recall Option

Das Begutachten einer spannenden neuen Brillenkollektion, kann leider schon sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Schaut man sich also ein paar Kollektionen genauer an. ist der Tag auch Ruck Zuck um. Das mussten wir bei unserem ersten OPTI Besuch sehr schnell und deutlich feststellen. Was also machen um all das vorgenommene auch wirklich in die Tat umsetzen zu können? Die Antwort lautet: „Speed-Dating mit einer Recall Option“ und dieses Vorgehen funktioniert wie folgt. Wenn zum Beispiel eine Brillenkollektion unser Interesse geweckt hat, überfliegen wir schnell in Speed-Dating Manier einmal die gesamte Kollektion. Bleibt unsere Begeisterung dann bestehen, geben wir dem für uns zuständigen Vertreter eine unserer Visitenkarten und laden ihn zu uns ins Geschäft ein. „Willkommen im Recall“ möchten wir dann am liebsten manchmal sagen, „Dein Produkt hat uns echt überzeugt!“.

Die Belohnung für das wiederstehen der OPTI Versuchungen
Wenn man den ganzen Tag den Versuchungen der OPTI sehr diszipliniert widerstanden hat um im Zeitplan zu bleiben, darf man sich auch zum Abschluss etwas gönnen.

Bei dem Termin in unserem Geschäft, der dann ein paar Wochen nach der OPTI stattfindet, suchen wir dann in Ruhe die Brillen heraus die es in unsere Regale schaffen. So sorgen wir dafür, dass unser Angebot spannend und abwechslungsreich bleibt und wir nicht so viele Dopplungen haben. Letztendlich soll jede einzelne von uns angebotene Brillenkollektion die Chance bekommen, zu zeigen wofür sie steht und was sie so einzigartig macht.

Für mehr Informationen über diese internationale Fachmesse, einfach mal die Webseite der OPTI besuchen.

Der Autor:

Björn ist Gründungspartner des Optik-Geschäfts Die Brillenfreunde in Hamburg. Seit 2015 ist der gelernte Fluggerätmachaniker und Industriemeister Luftfahrttechnik, auch ein geprüfter Optikassistent. Als kreativer Kopf des Teams kümmert er sich federführend um die Social Media Footsteps der Brillenfreunde und ist maßgeblich für ihren einzigartigen Look verantwortlich.

Björn Heinze

Optikassistent

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