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August 2020

Die schöne Beschützerin

Wir machen es dieser meistens sehr gut aussehenden Dame auch wirklich nicht immer leicht ihre Aufgabe professionell zu erfüllen. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Schutz, den wir gerade im Sommer sehr gut gebrauchen können. Nun ist bestimmt klar um wenn es sich bei der schönen Beschützerin handelt, oder? Natürlich um die Sonnenbrille!

Erfahre welches dieser wichtige Schutz ist, wieso das richtige Design dabei eine entscheidende Rolle spielt und weshalb Du beim Sonnenbrillenkauf im Urlaub besonders acht geben solltest.

Lieber Hören statt lesen?

Episode 3 - Brillengentleman Podcast

Die schöne Beschützerin

Selfie-Sidekick und Fashion Item, wenn für die Mode der Schutz vernachlässigt wird

Die Sonnenbrille, Beschützerin Deiner Augen

Sommer, Sonne, Selfie

Wenn die Sonne bei angenehmen Temperaturen vom bei blauem Himmel lacht und wir gerne kurze und luftige Kleidung tragen, sind das meistens eindeutige Beweise dafür, dass wir mitten drin sind ….. im Sommer!

Und welches ist das Sommerthema überhaupt in der Optik?

Na klar…..die Sonnenbrille!!!

Ganz ohne Zweifel hat sich die Sonnenbrille in den letzten Jahren zu einem Fashion Item entwickelt, dass nicht nur Modebewusste bei Sonnenschein gerne tragen. Denn kaum ein arrangiertes Sommerstyle-Foto, dass nicht durch irgendeine aufgesetzte oder sonst irgendwie dekorativ genutzte Sonnenbrille daherkommt. Oder werfen wir einfach direkt mal einen Blick in die Social Media Kanäle, dort erwarten uns momentan unzählige Selfies auf denen natürlich eine Sonnenbrille zu sehen ist.

Auch in der Hochphase des Poker-Booms war die Sonnenbrille oft mit von der Partie, schließlich sollte sie das Pokerface abrunden und dabei helfen sich nicht in die Karten bzw. in die Augen schauen zu lassen.

Doch bei all diesen tollen Dingen die uns die Sonnenbrille ermöglicht, vergessen wir bei ihrer Auswahl des öfteren ihre hauptsächliche Aufgabe…… den Schutz unserer Augen! Denn nur weil eine Sonnenbrille dunkel getönte Gläser besitzt, bietet sie noch lange nicht den wichtigsten Schutz für Deine Augen!

Du hast bestimmt auch eine Sonnenbrille, oder?

Warum bzw. wofür hast Du sie Dir gekauft? Welchen Gedanken hattest Du bei Ihrer Auswahl im Kopf?

Zwei komische Fragen, stimmt‘s? Aber nicht ganz unbegründet.

Im Design steckt viel mehr als nur Mode und Fashion

Wie ich schon am Anfang dieser Episode gesagt habe, gibt es mittlerweile viele Menschen die bei der Auswahl ihrer neuen Sonnenbrille einen Aspekt über alle anderen stellen, nämlich den modischen. Verstehe mich bitte nicht falsch, dass eine schließt das andere überhaupt nicht aus und es lässt sich auch beides normalerweise super miteinander vereinbaren. Doch wenn unbewusst der modische Aspekt bei der Auswahl in den Vordergrund gestellt wird, kann es schnell passieren, dass der Schutz ins Hintertreffen gerät und die Augen die leid tragenden sind.

Es gibt einfach ein paar Dinge die bei der Auswahl einer Sonnenbrille berücksichtigt werden sollten.

Viele Menschen glauben, dass einzig und allein die Brillengläser in der Sonnenbrille für den Schutz ihrer Augen zuständig sind und dass das Design der Fassung hauptsächlich den modischen Aspekt abdecken soll. Mit dieser Aufteilung der Zuständigkeiten liegen diese Personen jedoch falsch, denn das Design hat gleich zwei Aufgaben die er zu erfüllen gilt.

Natürlich denkt man bei Design gleich an Mode und das ist natürlich eine der beiden Aufgaben. Eine Sonnenbrille darf…. nein sie solle sehr gerne schick und modisch sein!

Doch das Design muss auch beim Schutz unterstützen, denn manche Brillen lassen bis zu 60 Prozent des Sonnenlichtes von oben, unten oder auch seitlich hinter die Gläser einfallen. Dadurch umgeht dieses Sonnenlicht, das auch Streulicht genannt wird, die Schutzbarriere die die Brillengläser bieten und gelangt ungefiltert zu den Augen.

Eine gut schützende Brille lässt darum nur einen möglichst kleinen Spalt zwischen dem Kopf des Trägers und den Brillengläsern. Sie sollte aber auch nicht so dicht anliegen, dass die Gläser mit den Wimpern berührt werden, denn das kann als unangenehm empfunden werden und sorgt mitunter auch dafür das man die Sonnenbrille nicht gerne trägt.

Um das seitliche Streulicht zu reduzieren, bieten sich breitere Bügel oder gebogene Brillengläser an.

Puck die Stubenfliege? Warum eigentlich nicht?

Denkst Du jetzt an den Satz: „Aber dann sehe ich doch aus wie Puck die Stubenfliege?“

Tipp doch spaßeshalber einfach mal „Puck die Stubenfliege“ bei Deiner Lieblings Internet-Suchmaschine ein und schau Dir mal die Bildertreffer an…… so schlecht sah Puck doch gar nicht aus!?!

Ganz ernsthaft, natürlich ist die beschriebene Brillenform etwas größer, dass muss sie auch sein um die eben genannten Anforderungen zu erfüllen. Schließlich soll die Form die Augen rund um abdecken und dieser Schutz benötigt einfach etwas Fläche und auch Größe.

Und was wäre schon dabei wie Puck auszusehen? Seine Brille hat die Augen auf jeden Fall sehr gut vor der Sonne geschützt. Warum sollten wir uns also nicht bemühen es ihm gleich zu machen?

Doch man muss und sollte das mit der Größe auch natürlich nicht übertreiben. Denn wie auch bei der normalen Korrektionsbrille kommt es auf die zu Deinem Kopf und Gesicht stimmige Größe und Proportionen der Sonnenbrille an.

Willkommen in der Matrix

Ich muss aber auch zugeben, dass den schmalen Sonnenbrillen ein großer coolnes Faktor nicht abzusprechen ist.

Nehmen wir doch nur die Modelle aus den Matrix Filmen, waren die nicht stylisch und außergewöhnlich? Ich habe den Großteil von Ihnen sehr gemocht und zwei von Ihnen selber gekauft bzw. besessen.

Doch ihre Aufgabe war vorrangig den besonderen Look der Charaktere abzurunden, also überwog wieder der modische Aspekt und nicht der Schutz gegen das Streulicht am Auge.

Dafür waren die meisten von Ihnen aber sehr dunkel, was uns doch gleich zum nächsten Punkt bei einer Sonnenbrille bringt, nämlich zur Tönung der Gläser.

So dunkel wie möglich?….. nicht die beste Wahl!

Die Tönung reduziert das sichtbare Licht und schützt so vor Helligkeit und Blendung. Diese Eigenschaft ist sicherlich keine echte Überraschung, oder?

Was wiederum nicht jedem bekannt ist, sind die 5 verschiedene Kategorien, von 0 bis 4 die es bei der Tönung gibt und die sich aus den unterschiedlichen Stärken der Tönung ergeben.

Für uns Mitteleuropäer zum Beispiel, ist eine Sonnenbrille mit einer Tönung der Kategorie 2 von 57 bis 82% ein idealer Begleiter. Denn sie bietet einen normalen Blendschutz für die Sommertage bei uns.

Halten wir uns dagegen an Wasserflächen, dem Strand, in den Bergen oder in Südeuropäischen Ländern auf, darf es auch gerne eine Sonnenbrille der Kategorie 3, mit einer Tönung von 82 bis 92% sein. Diese bietet uns bei diesen helleren Gegebenheiten den angemessenen Schutz gegen Blendung.

Nun könnte man meinen: „Dann nehme ich doch einfach die stärkste Tönung, also Sonnenbrillengläser der Kategorie 4 mit einer Tönung von 92 – 97% und schon bin ich für jede Situation gewappnet!“

Den Gedanken kann ich total nachvollziehen, jedoch ist er überhaupt nicht praktikabel.

Wenn Du Lust auf einen selbst versuch hast, solltest Du einmal zum Optiker Deines Vertrauens gehen und Dir dort eine solche Sonnenbrille geben lassen und aufsetzen. Dann kannst Du selber erleben wie wenig Licht sie noch durch lässt und ganz sicher viel besser nachvollziehen warum sie nicht ohne Grund nur in besonders heller Umgebung genutzt wird, wie im Hochgebirge oder an Gletschern.

Diese besonders starke Verdunklung ist auch der Grund warum Sonnenbrillen der Kategorie 4 für die Verwendung im Straßenverkehr ungeeignet sind.

Da ist es wieder, das Design

Wo wir gerade bei der Verdunklung sind, da haben wir auch gleich nochmal einen Bezug zum richtigen Design.

Denn durch die dunklen Gläser vergrößern sich die Pupillen Deiner Augen, um mehr Licht ins Auge zu lassen, so wie es am späten Abend oder der Nacht auch der Fall ist. Wenn nun viel Streulicht durch ein nicht optimales Design hinter die Brille gelangen kann, sind den UV-Strahlen sozusagen Tür und Tor Deiner Augen geöffnet.

Darum ist das Design wirklich nicht zu unterschätzen.

Die (fast) freie Farbwahl

Kommen wir zur Tönung zurück bzw. deren Farbe……. bei der Du fast freie Wahl hast. Warum fast?….. Weil gelbe, rote und blaue Gläser die Farben der Umgebung verfälschen und daher für den Straßenverkehr ungeeignet sind, dass sollte immer berücksichtigt werden.

Bei den klassischen braunen, grünen und grauen Gläsern gibt es diese Einschränkung so nicht.

Es gibt aber auch nicht die eine Farbe die immer gut ankommt und bei der sich alle wohl fühlen. Die Farbe ist schlicht weg Typ abhängig. Hier gilt es verschiedene Tönungsfarben einfach mal auszuprobieren und seinen persönlichen Favoriten zu finden.

Bezüglich der Tönung höre ich auch immer mal wieder eine falsche Aussage, die zugleich sehr gefährlich für die Augen sein kann, was uns nun direkt zur wichtigsten Aufgabe der Sonnenbrille bringt, zum Schutz vor der schädlichen UV-Strahlung.

Ist der günstige Urlaubs-Schnapper, wirklich sein Geld wert?

Getönte Brillengläser bieten automatisch auch einen UV Schutz, das hängt miteinander zusammen!“

Diese Aussage gehört definitiv ins Reich der Mythen und sollte auf keinen Fall ernst genommen.

Diese vermeintliche zusammengehörende Kombination ist nämlich völliger Quatsch, denn der UV-Schutz ergibt sich aus dem verwendeten Glasmaterial und so kann ein Brillenglas auch klar sein und trotzdem einen UV Schutz bieten.

Doch leider habe ich diese falsche Aussage des öfteren von den Straßenhändlern und fliegenden Händlern am Strand an verschiedenen Urlaubsorten erhalten, wenn ich nach dem vorhandenen UV-Schutz der angebotenen Sonnenbrillen gefragt habe. Die oft an diesen Orten angebotenen Plagiate Namenhafter Brillenmarken, die einem mit einem unschlagbar günstigen Preis ein Premium Gefühl auf der Nase bescheren sollen, haben oft nur eingefärbte dünne Plastikscheiben als Gläser, die eine schlechte optische Eigenschaften besitzen und für Verzerrungen sorgen. Viel schlimmer ist aber, dass sie keinen oder oft viel zu geringen UV-Schutz bieten.

Auch die angebrachten Schildchen oder aufdrucke in den Innenseiten der Bügel, mit einem CE Kennzeichen oder den Worten UV 400 oder 100% UV Schutz bieten keine aussagekräftige Sicherheit bei diesen Brillen, da diese Zeichen von keiner zentralen Stelle vergeben werden und Fälscher sie leicht nachahmen können.

UV-Strahlung, die Unsichtbare Gefahr

Aber warum ist der UV-Schutz nun so wichtig?

Weil UV-Strahlen Deine Augen reizen können und schlimmstenfalls sogar ihre Hornhaut dauerhaft schädigen. Auch die Entwicklung des Grauen Star, also die Eintrübung der Augenlinse kann durch eine längere Einwirkung von UV-Strahlung begünstigt werden.

Leider ist UV-Licht bzw. sind die UV-Strahlen für unsere Augen nicht sichtbar. Warum leider? Weil wir dazu neigen, unsichtbare Gefahren nicht dauerhaft ernst zu nehmen. Das passiert uns auch gerne mal bei der UV-Strahlung, die sich in drei Gruppen aufteilt. Da hätten wir UV-A, UV-B und UV-C. Die Unterschiede dieser drei UV-Arten liegen in ihren Wellenlängen, die in Nanometer angeben werden. Um jetzt nicht zu sehr ins fachliche ab zu driften, beschränken wir uns einfach auf eine wichtige Aussage:

„Ein Brillenglas mit optimalem UV-Schutz blockiert alle Wellenlängen unterhalb 400 Nanometer und somit alle UV-A, -B, -C Strahlen.“

So erklärt sich doch auch gleich mal die Angabe UV 400 die oft als Schutz Kennzeichnung genutzt wird, denn sie soll einem verdeutlichen das alle UV Strahlen unterhalb von 400 Nanometer blockiert werden.

Kommen wir nun noch zu etwas, auf das ich bei der Recherche gestoßen bin und dessen ich mir bis dahin überhaupt nicht bewusst war. Und zwar hatte ich eben schon erwähnt das der UV-Schutz durch das verwendete Material zustande kommt. Bei moderenen Sonnbrillengläsern kommen meistens Kunststoffgläser zum Einsatz, welche die UV Strahlen auch bis 400 Nanometer absorbieren und somit Dein Auge davor schützen.

Anders sieht es bei mineralischen Gläsern aus, also den echten Glasgläsern wie sie oft genannt werden. Diese bieten nur einen Schutz bis zu einer UV-Strahlung von 330 bis 350 Nanometern, decken also nicht das ganze schädliche Spektrum ab. Wer also immer noch gerne die mineralischen Gläser für seine Sonnenbrille nutzt, sollte diesem Schwachpunkt im Hinterkopf behalten und zukünftig vielleicht doch lieber zu den Kunststoff-Sonnbrillengläsern wechseln um den optimalen UV-Schutz zu erhalten.

Das waren nun die wichtigsten Punkte, die bei einer Sonnenbrille beachtet werden sollten. Waren doch einige, oder?

Es gibt noch einige Sonderthemen, wie zum Beispiel sich selbst tönende Gläser oder den Polarisationsfilter. Diese sind aber keine echten Sonnenbrillen-Basics und deshalb habe ich sie hier außen vor gelassen. Zu diesen und ein paar weiteren Themen werde ich demnächst einen separaten Beitrag bringen.

Zu Guter letzte noch ein kleiner Tipp vom mir:

Wenn Du Dir nun nach den ganzen Informationen die Frage stellst, ob Dir Deine jetzige Sonnenbrille den optimalen Schutz bietet , dann gehe doch einfach auf Nummer sicher und lass sie beim Augenoptiker auf ihren UV-Schutz und ihren Sitz bei Dir prüfen.

Und vielleicht hat dieser Blick hinter und in die Sonnenbrille dafür gesorgt, dass Du Deine nächste Sonnenbrille nicht mit Risiko im Urlaub kaufst, sonder beim Optiker um die Ecke.

Denn Markenbrillen aus dem Fachgeschäft erfüllen alle Anforderungen und mit der Fachberatung bekommst Du die nötige Unterstützung um die zu Dir passende Sonnenbrille zu finden.

 

Der Autor:

Björn ist Gründungspartner des Optik-Geschäfts Die Brillenfreunde in Hamburg. Seit 2015 ist der gelernte Fluggerätmachaniker und Industriemeister Luftfahrttechnik, auch ein geprüfter Augenoptikassistent. Als kreativer Kopf des Teams kümmert er sich federführend um die Social Media Footsteps der Brillenfreunde und ist maßgeblich für ihren einzigartigen Look verantwortlich.

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